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Die besten Broker für Aktien und ETFs – Kostenloses Ranking
Der beste Online Broker ist nicht automatisch der mit der niedrigsten Ordergebühr – sondern der, der zu deinem Sparplan, deiner Handelsfrequenz und deinem Sicherheitsanspruch passt. Hier findest du Orientierung, Rechenwerkzeuge und klare Antworten.
🔥 Zum Top-Angebot Ratgeber lesenBeste Online Broker im Blick – und unsere Partner-Highlights
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Welcher Depottyp passt zu welchem Anlegerprofil?
| Anlegerprofil | Typisches Verhalten | Worauf achten | Geeigneter Anbietertyp |
|---|---|---|---|
| Sparplan-Einsteiger | 25–200 € pro Monat in ETFs | Gebührenfreie Ausführung, kleine Mindestrate | Neobroker oder Direktbank |
| Langfrist-Investor | Wenige Käufe pro Jahr, Buy & Hold | Keine Depotgebühr, breite ETF-Auswahl | Direktbank |
| Aktiver Trader | Mehrere Orders pro Woche | Flat-Fee, Limitorders, Börsenauswahl | Neobroker mit Flatrate oder Tradingbroker |
| Auslandsbörsen-Fan | US- und Asien-Einzelwerte | Fremdwährungskosten, Börsenplätze | Direktbank mit internationalem Zugang |
Partnerangebote in Zahlen
| Anbieter | Willkommensangebot | Stärke | Wertung |
|---|---|---|---|
| Casino Royale | 100% bis $500 + 200 Free Spins | Schnelle Auszahlung | 9.8 |
| GoldBet Pro | 150% bis $750 + 150 Free Spins | Mobile App, Live Casino | 9.6 |
| StarPlay | 200% bis $1,000 | Spieleauswahl | 9.4 |
| LuxuryBet | 50 Free Spins ohne Einzahlung | Support rund um die Uhr | 9.2 |
| CryptoKing | $300 + 100 Free Spins | Krypto-Zahlungen | 9.0 |
Das Wichtigste in Kürze: So findest du den passenden Broker
Wer heute Aktien, ETFs oder Anleihen kaufen möchte, hat die Wahl zwischen Dutzenden Anbietern. Der beste Online Broker ist dabei nicht automatisch der billigste. Entscheidend ist, welcher Anbieter zu deinem Anlageverhalten passt. Wer monatlich einen kleinen Betrag in einen ETF-Sparplan steckt, braucht andere Konditionen als jemand, der mehrmals pro Woche Einzelaktien handelt oder Derivate nutzt. In diesem Ranking zeigen wir dir, worauf es ankommt, wie sich bekannte Depotanbieter in Deutschland unterscheiden und wie du in wenigen Schritten dein eigenes Wertpapierdepot eröffnest.
Die wichtigsten Erkenntnisse vorab:
- Kosten sind nicht alles, aber viel: Ordergebühren, Depotführungsgebühren, Spread und Fremdspesen summieren sich über Jahre zu spürbaren Beträgen. Gerade bei kleinen Ordervolumen fallen fixe Gebühren stark ins Gewicht.
- Neobroker sind günstig, aber oft eingeschränkt: Anbieter wie Trade Republic oder Scalable Capital bieten Trades ab 0 bis 1 Euro, beschränken sich aber häufig auf wenige Handelsplätze wie gettex oder LS Exchange.
- Klassische Direktbanken bieten mehr Auswahl: ING, comdirect oder Consorsbank ermöglichen den Handel an Xetra und allen deutschen Börsen, verlangen pro Order aber meist mehr.
- Einlagensicherung prüfen: Wertpapiere sind als Sondervermögen geschützt. Für Guthaben auf dem Verrechnungskonto greift die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro je Kunde und Bank.
- Sparpläne sind der Einstieg für viele: Achte auf eine niedrige Mindest-Sparrate, eine große Auswahl an ETFs und kostenlose Ausführung.
Kurz gesagt: Es gibt nicht den einen Anbieter für alle. Wer sich aber vorab klarmacht, wie oft und in welche Produkte investiert werden soll, findet schnell den Broker, der zu den eigenen Zielen passt.
Online Broker im Vergleich: Unser Ranking für Aktien und ETFs
In unserem Ranking haben wir bekannte Depotanbieter für Privatanleger in Deutschland gegenübergestellt. Die folgende Tabelle gibt dir einen schnellen Überblick über zentrale Konditionen. Bitte beachte: Gebühren und Aktionen ändern sich regelmäßig. Prüfe die aktuellen Preise daher immer direkt beim jeweiligen Anbieter, bevor du ein Depot eröffnest.
| Broker | Kategorie | Depotführung | Orderkosten (ca.) | ETF-Sparpläne | Wichtige Handelsplätze |
|---|---|---|---|---|---|
| Scalable Capital | Neobroker | kostenlos (Free Broker) bzw. Abo-Modell | 0,99 € im Free Broker, Flatrate im Abo ab bestimmtem Volumen | kostenlos, große Auswahl | gettex, Xetra (je nach Modell) |
| Trade Republic | Neobroker | kostenlos | 1 € Fremdkostenpauschale | kostenlos ab 1 € | LS Exchange, weitere Partner |
| ING | Direktbank | kostenlos | Grundgebühr plus prozentualer Anteil, Aktionen für Kleinorder | viele ETFs kostenlos | Xetra, alle deutschen Börsen, Direkthandel |
| comdirect | Direktbank | kostenlos unter Bedingungen | Grundgebühr plus prozentualer Anteil | Ausführungsgebühr, viele Aktions-ETFs | Xetra, deutsche und internationale Börsen |
| Consorsbank | Direktbank | kostenlos | Grundgebühr plus prozentualer Anteil | Ausführungsgebühr, Aktions-ETFs ohne Gebühr | Xetra, deutsche und internationale Börsen |
| finanzen.net zero | Neobroker | kostenlos | 0 € ab Mindestordervolumen | kostenlos | gettex |
| Smartbroker+ | Neo-Direktbroker | kostenlos | 0 € auf gettex ab Mindestvolumen, sonst günstige Pauschale | kostenlos | gettex, Xetra, deutsche Börsen |
| Traders Place | Online-Broker | kostenlos | niedrige Pauschale | verfügbar | mehrere Börsenplätze |
Die Einordnung in eine Kategorie hilft dir bei der ersten Orientierung. Neobroker setzen konsequent auf App-Bedienung und minimale Gebühren. Klassische Direktbanken punkten mit einem breiten Angebot, Girokonto und Tagesgeld aus einer Hand sowie dem Zugang zu sämtlichen Börsenplätzen. Dazwischen liegen hybride Anbieter, die günstige Konditionen mit einer größeren Auswahl an Handelsmöglichkeiten verbinden.
Unsere Empfehlungen nach Anlegertyp
Statt nur einen Gesamtsieger zu küren, geben wir dir Empfehlungen für typische Anlegerprofile. Denn welcher der beste Online Broker für dich ist, hängt stark von deinem Verhalten ab:
- Für ETF-Sparer: Trade Republic und Scalable Capital bieten kostenlose Sparpläne mit niedrigen Mindestraten. Auch die ING ist mit einer großen Auswahl an gebührenfreien ETF-Sparplänen eine starke Alternative, besonders wenn du ohnehin dein Girokonto dort führst.
- Für aktive Trader: Ein Flatrate-Modell wie bei Scalable Capital oder Smartbroker+ lohnt sich, sobald du regelmäßig mehrere Orders pro Monat platzierst.
- Für Anleger mit Fokus auf Börsenauswahl: Wer an Xetra, an ausländischen Börsen oder im außerbörslichen Direkthandel mit verschiedenen Partnern handeln möchte, ist bei comdirect, Consorsbank oder ING besser aufgehoben.
- Für Einsteiger mit kleinem Budget: Anbieter ohne Ordergebühr wie finanzen.net zero sind interessant, sofern das Mindestordervolumen zu deinen Beträgen passt.
Methodik: So entsteht unser Broker-Ranking
Ein fairer Vergleich braucht klare Kriterien. Unser Ranking basiert auf öffentlich zugänglichen Preis- und Leistungsverzeichnissen, den Produktinformationen der Anbieter sowie auf eigenen Testdepots und Erfahrungen aus dem Alltag. Kundenbewertungen auf unabhängigen Portalen fließen ergänzend ein, um Service und Zuverlässigkeit besser einschätzen zu können. Dabei gewichten wir die einzelnen Kriterien so, dass sie die Bedürfnisse typischer Privatanleger widerspiegeln.
Unsere Bewertungskriterien im Überblick
- Kosten (35 Prozent): Depotführung, Ordergebühren, Börsenentgelte, Fremdspesen, Spread im außerbörslichen Handel sowie Gebühren für Sparpläne, Auslandsorders und Negativzinsen bzw. Verwahrentgelte.
- Produktauswahl (20 Prozent): Anzahl handelbarer Aktien, ETFs, Fonds, Anleihen, Zertifikate und weiterer Produkte. Auch die Verfügbarkeit von Geldmarktfonds, Derivaten oder Krypto-Angeboten berücksichtigen wir.
- Handelsplätze (15 Prozent): Zugang zu Xetra, Regionalbörsen, gettex, Tradegate, LS Exchange und internationalen Börsen. Mehr Auswahl bedeutet meist bessere Preisbildung und längere Handelszeiten.
- Sparpläne (15 Prozent): Mindest-Sparrate, Ausführungsrhythmus, Kosten, Auswahl und Flexibilität wie Dynamisierung oder Aussetzen.
- Bedienung und Service (10 Prozent): Qualität von App und Webseite, Ordermasken, Erreichbarkeit des Kundenservice und Verständlichkeit der Abrechnungen.
- Sicherheit und Steuern (5 Prozent): Regulierung durch BaFin oder vergleichbare europäische Aufsicht, Einlagensicherung sowie automatische Abführung der Abgeltungsteuer.
Was wir bewusst nicht belohnen
Ein einmaliger Bonus für die Depoteröffnung sieht verlockend aus, ändert aber nichts an den laufenden Kosten. Deshalb fließen zeitlich begrenzte Aktionen nur am Rande in die Bewertung ein. Gleiches gilt für Funktionen, die vor allem zu häufigem Handeln verleiten sollen. Push-Nachrichten zu Kursbewegungen oder spielerische Elemente sind für langfristige Anlegerinnen und Anleger eher hinderlich. Wir bewerten deshalb, wie gut ein Broker beim Vermögensaufbau unterstützt, nicht wie stark er zum Trading animiert.
Unabhängigkeit und Aktualität
Einige Links auf dieser Seite können Partnerlinks sein. Wenn du darüber ein Depot eröffnest, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten, und auf die Reihenfolge im Ranking hat dies keinen Einfluss. Wir aktualisieren die Konditionen regelmäßig. Da Broker ihre Preismodelle jedoch kurzfristig anpassen können, solltest du die Angaben vor Vertragsabschluss beim Anbieter gegenprüfen.
Kosten im Detail: Ordergebühren, Spread und versteckte Gebühren
Wer nach dem günstigsten Depot sucht, schaut meist zuerst auf die Ordergebühr. Das ist ein guter Anfang, aber nur ein Teil der Wahrheit. Die tatsächlichen Kosten einer Wertpapierorder setzen sich aus mehreren Bestandteilen zusammen, die je nach Broker und Handelsplatz unterschiedlich hoch ausfallen.
Ordergebühren und Fremdspesen
Die Ordergebühr ist der Betrag, den dir der Broker für die Ausführung eines Kaufs oder Verkaufs in Rechnung stellt. Klassische Direktbanken arbeiten häufig mit einer Kombination aus fixer Grundgebühr und prozentualem Aufschlag, oft mit Mindest- und Höchstbetrag. Neobroker verlangen dagegen meist einen festen Betrag, etwa 1 Euro, oder gar nichts. Hinzu kommen beim Börsenhandel Fremdspesen: Börsenentgelte, Maklercourtage und Clearinggebühren. Bei Xetra-Orders an Direktbanken können diese einige Euro zusätzlich ausmachen.
Ein Rechenbeispiel zeigt, warum das wichtig ist: Kaufst du für 500 Euro ETF-Anteile und zahlst insgesamt 10 Euro an Gebühren, liegen deine Kosten bei 2 Prozent. Beim Verkauf kommen erneut Gebühren hinzu. Bei einer Ordergebühr von 1 Euro sinken die Kosten auf 0,2 Prozent. Gerade bei kleineren Beträgen kann dieser Unterschied über Jahre einen deutlichen Teil deiner Rendite ausmachen.
Der Spread: die unsichtbare Gebühr
Viele Neobroker setzen auf außerbörsliche Handelsplätze oder Market Maker. Hier fällt keine klassische Börsengebühr an, doch du zahlst indirekt über den Spread – die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Bei liquiden Werten wie großen DAX-Aktien oder bekannten MSCI-World-ETFs ist der Spread zu üblichen Handelszeiten sehr gering. Bei exotischen Werten, kleinen Unternehmen oder in den Randzeiten am frühen Morgen und späten Abend kann er sich jedoch deutlich ausweiten.
Ein guter Tipp: Lass dir vor dem Kauf den aktuellen Geld- und Briefkurs anzeigen und vergleiche ihn mit dem Kurs an Xetra. Handle liquide Wertpapiere möglichst dann, wenn auch die Hauptbörse geöffnet ist, also werktags zwischen 9 und 17:30 Uhr. Dann orientieren sich die Kurse der außerbörslichen Plätze eng am Referenzmarkt.
Depotführung, Sparpläne und Auslandsorders
Die meisten Online Broker verzichten inzwischen auf eine Depotführungsgebühr, manche knüpfen dies aber an Bedingungen wie eine Mindestanzahl an Trades oder einen aktiven Sparplan. Prüfe außerdem:
- Sparplankosten: Viele Anbieter führen ETF-Sparpläne kostenlos aus, andere berechnen einen prozentualen Ausführungsaufschlag.
- Auslandsorders: Wer direkt an der NYSE, Nasdaq oder anderen ausländischen Börsen handeln möchte, zahlt oft spürbar höhere Gebühren plus Währungsumrechnung.
- Ausschüttungen und Kapitalmaßnahmen: Bei manchen Brokern fallen Gebühren für Dividenden in Fremdwährung oder für Kapitalmaßnahmen an. Auch die Gutschrift von Ausschüttungen ausländischer Wertpapiere kann mit Umrechnungskosten verbunden sein.
- Depotübertrag: Der Übertrag zu einem anderen Broker ist innerhalb Deutschlands in der Regel kostenlos, beim Übertrag ins Ausland können Gebühren anfallen.
- Limitgebühren: Einige Anbieter verlangen Aufpreise für Limit-Änderungen, Streichungen oder nicht ausgeführte Orders.
Zinsen auf das Verrechnungskonto
Ein Kostenfaktor mit umgekehrtem Vorzeichen sind Zinsen auf nicht investiertes Guthaben. Einige Neobroker verzinsen das Cash auf dem Verrechnungskonto, teilweise begrenzt auf einen Höchstbetrag. Das macht sie für viele zu einer Alternative zu Tagesgeld oder Festgeld. Wer seine Liquidität flexibel parken möchte, kann zudem in Geldmarktfonds oder Geldmarkt-ETFs investieren. Diese bilden kurzfristige Zinsen ab, unterliegen allerdings geringen Kursschwankungen und sind kein Einlagenprodukt mit gesetzlicher Einlagensicherung.
Neobroker oder Direktbank? Vor- und Nachteile im Überblick
Die Frage, ob ein Neobroker oder eine klassische Direktbank der beste Online Broker für dich ist, beschäftigt viele Einsteiger. Beide Modelle haben ihre Berechtigung – entscheidend ist, was dir wichtiger ist: minimale Kosten oder maximale Auswahl und Service.
Neobroker: schlank, günstig, mobil
Der Begriff Neobroker steht für junge, digitale Anbieter, die das Wertpapiergeschäft konsequent auf das Smartphone ausgerichtet haben. Bekannte Beispiele sind Trade Republic, Scalable Capital oder finanzen.net zero. Auch Krypto-Plattformen wie Bitpanda bieten inzwischen Aktien und ETFs an, teilweise als Bruchstücke.
Vorteile:
- Sehr niedrige oder keine Ordergebühren
- Kostenlose Sparpläne, oft schon ab 1 Euro Sparrate
- Intuitive Apps und schnelle Depoteröffnung per Video- oder Online-Ident
- Bruchstückhandel, sodass du auch mit kleinen Beträgen in teure Aktien investieren kannst
- Häufig Zinsen auf das Verrechnungskonto
Nachteile:
- Eingeschränkte Auswahl an Handelsplätzen, oft nur ein oder zwei Partner
- Abhängigkeit von Market Makern und deren Spread
- Kundenservice teils nur per Chat oder E-Mail erreichbar
- Weniger Produkte wie Anleihen, aktive Fonds oder Auslandsbörsen
- Manche Anbieter setzen auf Zahlungen für den Orderfluss, deren Zukunft regulatorisch begrenzt ist
Direktbanken und klassische Online Broker
Anbieter wie ING, comdirect, Consorsbank oder flatex gibt es teilweise seit über zwei Jahrzehnten. Sie bieten ein umfassendes Wertpapierangebot und häufig auch Girokonto, Kreditkarte und Tagesgeld aus einer Hand.
Vorteile:
- Zugang zu Xetra, allen deutschen Regionalbörsen und vielen internationalen Börsen
- Außerbörslicher Direkthandel mit mehreren Partnern, dadurch Wettbewerb um den besten Kurs
- Breite Produktpalette inklusive Anleihen, Fonds ohne Ausgabeaufschlag und Zertifikaten
- Telefonischer Kundenservice und ausführliche Informationsangebote
- Gewohnte Bankstruktur, oft mit einer langen Firmenhistorie
Nachteile:
- Höhere Ordergebühren, vor allem bei kleinen Ordervolumen
- Sparpläne teils kostenpflichtig
- Apps und Oberflächen wirken manchmal weniger modern
Hybride Modelle und Infrastruktur im Hintergrund
Zwischen beiden Welten haben sich hybride Anbieter etabliert. Viele digitale Broker greifen dabei auf etablierte Partnerbanken zurück. So ist beispielsweise die Baader Bank als Partnerbank und Market Maker bei mehreren Anbietern im Hintergrund aktiv und betreibt mit gettex einen eigenen Handelsplatz gemeinsam mit der Börse München. Für dich bedeutet das: Auch hinter einer schlanken App steht oft eine regulierte deutsche Bank, die dein Depot verwahrt. Ein Blick ins Impressum und in die Vertragsunterlagen zeigt dir, wer tatsächlich dein Vertragspartner ist.
CFDs und Krypto: Vorsicht bei Hebelprodukten
Einige Plattformen werben mit dem Handel von CFDs oder Kryptowährungen. Diese Produkte sind für langfristigen Vermögensaufbau in der Regel ungeeignet. Bei CFDs verliert laut Pflichthinweisen der Anbieter regelmäßig die Mehrheit der Privatkunden Geld. Kryptowährungen unterliegen starken Kursschwankungen und sind nicht von der Einlagensicherung gedeckt. Wenn du solche Produkte nutzen möchtest, solltest du nur einen kleinen Teil deines Vermögens einsetzen und dich vorher gründlich mit den Risiken beschäftigen.
Handelsplätze, Produkte und Sparpläne: Darauf solltest du achten
Neben den Kosten bestimmen die verfügbaren Handelsmöglichkeiten, wie flexibel du investieren kannst. Gerade wer langfristig ein Depot aufbauen möchte, sollte sich die folgenden Punkte genauer anschauen.
Xetra, gettex und Co.: Welche Börsenplätze du brauchst
Xetra ist der elektronische Handelsplatz der Deutschen Börse und für deutsche Aktien und ETFs der wichtigste Referenzmarkt. Hier ist die Liquidität besonders hoch, was enge Spreads und eine faire Preisbildung begünstigt. Allerdings ist Xetra nur werktags von 9 bis 17:30 Uhr geöffnet. Außerbörsliche Plätze wie gettex, Tradegate oder LS Exchange bieten deutlich längere Handelszeiten, teils von 7:30 bis 23 Uhr, und verzichten auf klassische Börsenentgelte.
Für die meisten Privatanleger reicht ein günstiger außerbörslicher Handelsplatz völlig aus, sofern sie liquide ETFs und Standardaktien handeln. Wer jedoch Nebenwerte, Anleihen oder ausländische Aktien kaufen möchte, profitiert von einem Broker mit Zugang zu mehreren Börsen. Achte darauf, dass dein Broker eine transparente Orderausführung bietet und dir vor der Order den handelbaren Kurs anzeigt.
Ordertypen: Limit, Stop und Trailing
Eine einfache Marktorder wird zum nächsten verfügbaren Kurs ausgeführt. Das ist bequem, kann bei geringer Liquidität aber zu unerwartet schlechten Kursen führen. Mit einer Limit-Order legst du fest, zu welchem Höchstpreis du kaufen oder zu welchem Mindestpreis du verkaufen möchtest. Stop-Orders lösen erst aus, wenn ein bestimmter Kurs erreicht wird, und dienen etwa zur Verlustbegrenzung. Trailing-Stops ziehen die Schwelle bei steigenden Kursen automatisch nach. Ein guter Broker bietet all diese Ordertypen ohne Zusatzkosten an.
ETF-Sparpläne: Flexibilität ist Trumpf
Für die meisten Anlegerinnen und Anleger ist der ETF-Sparplan der ideale Einstieg in die Börse. Damit investierst du regelmäßig einen festen Betrag und profitierst vom Durchschnittskosteneffekt. Wichtige Kriterien sind:
- Mindest-Sparrate: Bei vielen Neobrokern liegt sie bei 1 Euro, bei Direktbanken meist zwischen 1 und 25 Euro.
- Ausführungsrhythmus: Wöchentlich, zweiwöchentlich, monatlich, viertel- oder halbjährlich – je mehr Optionen, desto besser.
- Auswahl: Gute Broker bieten mehrere tausend sparplanfähige ETFs, Aktien und Fonds.
- Kosten: Kostenlose Ausführung ist heute Standard bei vielen Anbietern, prüfe dennoch das Preisverzeichnis.
- Flexibilität: Du solltest die Sparrate jederzeit ändern, aussetzen oder den Sparplan kündigen können.
- Wiederanlage: Bei ausschüttenden ETFs fließen Ausschüttungen auf das Verrechnungskonto. Thesaurierende ETFs legen Erträge automatisch wieder an, was bequem für den Zinseszinseffekt ist.
Weitere Produkte: Anleihen, Fonds und Geldmarkt
Wer ein ausgewogenes Portfolio aufbauen möchte, braucht neben Aktien und Aktien-ETFs oft auch sicherere Bausteine. Anleihen, Geldmarktfonds oder Festgeld-Angebote dienen als Stabilitätsanker. Nicht jeder Broker bietet hier eine große Auswahl. Direktbanken ermöglichen meist den Kauf von Einzelanleihen an verschiedenen Börsen und den Zugang zu tausenden aktiven Fonds, oft ohne Ausgabeaufschlag. Bei Neobrokern ist das Angebot hier häufig dünner, wächst aber stetig.
Steuern: Steuereinfacher Broker spart Arbeit
Ein deutscher Broker oder ein ausländischer Anbieter mit deutscher Zweigniederlassung führt die Abgeltungsteuer, den Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls die Kirchensteuer automatisch ab. Du kannst zudem einen Freistellungsauftrag erteilen, damit Kapitalerträge bis zum Sparerpauschbetrag steuerfrei bleiben. Bei rein ausländischen Brokern musst du deine Erträge dagegen selbst in der Steuererklärung angeben. Das ist machbar, aber aufwendiger. Für die meisten Anleger in Deutschland ist ein steuereinfacher Broker daher klar zu bevorzugen.
Schritt für Schritt zum eigenen Depot
Hast du dich für einen Anbieter entschieden, ist die Depoteröffnung in der Regel in weniger als 30 Minuten erledigt. So gehst du vor:
Schritt 1: Anlageziel und Budget festlegen
Bevor du dich für einen Anbieter entscheidest, solltest du klären, wofür du investieren möchtest. Geht es um die Altersvorsorge, einen Vermögensaufbau über zehn Jahre oder um gelegentliches Trading? Überlege auch, wie viel Geld du monatlich investieren kannst, ohne deinen Notgroschen anzutasten. Als Faustregel gilt: Zwei bis drei Monatsnettogehälter sollten als Reserve auf einem Tagesgeldkonto liegen, bevor du an der Börse investierst.
Schritt 2: Broker auswählen
Nutze die Tabelle und unsere Empfehlungen weiter oben, um zwei oder drei Anbieter in die engere Wahl zu nehmen. Vergleiche die Preis- und Leistungsverzeichnisse, die Auswahl an Handelsplätzen und die Sparplanbedingungen. Wer unsicher ist, welcher der beste Online Broker für den eigenen Bedarf ist, kann sich auch an einer einfachen Frage orientieren: Wie viele Orders platziere ich voraussichtlich im Jahr, und wie hoch ist das typische Volumen?
Schritt 3: Online-Antrag ausfüllen
Auf der Webseite oder in der App des Brokers gibst du deine persönlichen Daten, deine Steuer-ID und Angaben zu deinen Erfahrungen mit Wertpapieren an. Diese Fragen sind gesetzlich vorgeschrieben und dienen dazu, dich vor ungeeigneten Produkten zu schützen. Beantworte sie ehrlich.
Schritt 4: Identität bestätigen
Die Legitimation erfolgt meist per Video-Ident, über die Online-Ausweisfunktion deines Personalausweises oder per Post-Ident in einer Filiale. Halte dafür deinen gültigen Ausweis bereit. Nach erfolgreicher Prüfung wird dein Depot freigeschaltet, oft schon innerhalb weniger Stunden.
Schritt 5: Konto aufladen und Freistellungsauftrag erteilen
Überweise Geld auf dein Verrechnungskonto. Viele Anbieter ermöglichen auch Echtzeitüberweisungen oder Lastschriften. Richte direkt einen Freistellungsauftrag ein, damit deine Erträge bis zum Sparerpauschbetrag nicht versteuert werden. Hast du Depots bei mehreren Banken, kannst du den Betrag aufteilen.
Schritt 6: Erste Order oder Sparplan anlegen
Suche dein gewünschtes Wertpapier über die ISIN oder den Namen. Wähle Handelsplatz und Ordertyp aus und prüfe vor der Bestätigung die angezeigten Kosten. Bei einem Sparplan legst du Sparrate, Intervall und Startdatum fest. Danach läuft alles automatisch. Wir empfehlen, gerade am Anfang mit einem breit gestreuten ETF zu starten, etwa auf einen weltweiten Aktienindex.
Schritt 7: Regelmäßig überprüfen, aber nicht ständig handeln
Schau dir dein Depot ein- bis zweimal im Jahr in Ruhe an. Prüfe, ob deine Aufteilung noch zu deinen Zielen passt, und gleiche bei Bedarf aus. Häufiges Umschichten verursacht Kosten und führt oft zu emotionalen Fehlentscheidungen. Auch die Konditionen deines Brokers solltest du gelegentlich mit dem Markt vergleichen. Ein Depotwechsel ist unkompliziert, wenn ein anderer Anbieter dauerhaft deutlich günstiger ist.
Typische Fehler beim Start vermeiden
- Nur auf den Bonus schauen: Eine Prämie für die Depoteröffnung ist nett, ersetzt aber keine guten Dauerkonditionen.
- Zu viele Einzeltitel: Ohne ausreichende Streuung steigt das Risiko deutlich. ETFs sind für den Einstieg meist die bessere Wahl.
- Marktorders bei illiquiden Werten: Setze lieber ein Limit, um unangenehme Überraschungen beim Kurs zu vermeiden.
- Kostenfallen übersehen: Lies das Preisverzeichnis, bevor du Auslandsorders, Anleihen oder exotische Produkte handelst.
- Kein Notgroschen: Wer in einer Krise verkaufen muss, realisiert womöglich Verluste.
Fazit: Welcher ist der beste Online Broker für dich?
Am Ende gibt es keinen Anbieter, der für alle Anleger gleichermaßen ideal ist. Der beste Online Broker ist derjenige, der zu deiner Strategie, deinem Budget und deinen Ansprüchen an Service und Auswahl passt. Für ETF-Sparer mit kleinen Beträgen sind Neobroker wie Trade Republic oder Scalable Capital dank kostenloser Sparpläne und niedriger Ordergebühren eine starke Wahl. Wer Wert auf die volle Auswahl an Börsenplätzen, Anleihen und Fonds legt oder einen telefonischen Ansprechpartner schätzt, ist bei Direktbanken wie ING, comdirect oder Consorsbank gut aufgehoben. Aktive Trader sollten Flatrate-Modelle durchrechnen, da sich diese bei vielen Orders schnell bezahlt machen.
Unser Rat: Fang an, statt zu lange zu vergleichen. Die Unterschiede zwischen guten Brokern sind oft kleiner als der Nachteil, gar nicht zu investieren. Und falls sich deine Bedürfnisse ändern, kannst du jederzeit kostenlos zu einem anderen Anbieter wechseln. Mit einem breit gestreuten ETF-Sparplan, einer vernünftigen Sparrate und Geduld legst du den Grundstein für einen soliden Vermögensaufbau. Weitere Vergleiche und Ratgeber findest du in unserem Bereich zu Geldanlage und Depots.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Investitionen in Wertpapiere sind mit Risiken verbunden, bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.
Drei Werkzeuge: Zufall, Risiko und Serien
Wer den passenden Anbieter sucht, sollte auch das eigene Risikoverständnis prüfen. Die drei Tools zeigen spielerisch, warum Glück keine Strategie ist und wie stark Schwankungen dein Depot beeinflussen.
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Wer hinter diesem Ranking steht
Deine Fragen rund ums Depot – kurz beantwortet
Welcher ist der beste Online Broker für Anfänger?
Für Einsteiger ist meist ein Anbieter mit kostenlosen ETF-Sparplänen, niedriger Mindest-Sparrate und einer übersichtlichen App sinnvoll. Neobroker wie Trade Republic oder Scalable Capital erfüllen diese Kriterien. Wer Girokonto und Depot gern bei einer Bank bündeln möchte, findet in der ING eine bewährte Alternative mit vielen gebührenfreien ETF-Sparplänen. Wichtig ist, dass du dich mit der Bedienung wohlfühlst und die Kostenstruktur verstehst.
Ist mein Geld bei einem Neobroker sicher?
Wertpapiere in deinem Depot gelten als Sondervermögen und sind im Fall einer Insolvenz des Brokers geschützt – sie gehören weiterhin dir. Guthaben auf dem Verrechnungskonto ist über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Kunde und Bank abgesichert. Achte darauf, dass der Anbieter von der BaFin oder einer anderen europäischen Aufsichtsbehörde reguliert wird und prüfe, bei welcher Partnerbank dein Geld liegt.
Wie viele Depots sollte ich haben?
Für die meisten Privatanleger reicht ein Depot völlig aus. Manche nutzen bewusst zwei Anbieter, etwa einen günstigen Neobroker für Sparpläne und eine Direktbank für den Handel an Xetra oder ausländischen Börsen. Bei mehreren Depots solltest du deinen Freistellungsauftrag sinnvoll aufteilen, damit du den Sparerpauschbetrag voll ausschöpfst.
Lohnt sich ein Broker-Bonus für die Depoteröffnung?
Ein Bonus kann ein netter Zusatz sein, sollte aber nie das Hauptkriterium sein. Viele Prämien sind an Bedingungen wie eine Mindestanzahl an Trades, einen Depotübertrag oder eine bestimmte Laufzeit geknüpft. Entscheidend für deinen langfristigen Erfolg sind die laufenden Kosten, die Produktauswahl und die Qualität der Orderausführung. Rechne nach, ob sich das Angebot über mehrere Jahre lohnt.
Was ist der Unterschied zwischen Xetra und gettex?
Xetra ist der elektronische Börsenhandelsplatz der Deutschen Börse mit sehr hoher Liquidität, aber begrenzten Handelszeiten von 9 bis 17:30 Uhr. Gettex ist ein Handelsplatz der Börse München, auf dem die Baader Bank als Market Maker fungiert. Er bietet längere Handelszeiten und erhebt keine klassischen Börsenentgelte, wodurch viele Broker dort sehr günstige Orders anbieten können. Für liquide Aktien und ETFs sind die Kurse zu Xetra-Handelszeiten meist vergleichbar.
Kann ich meinen Broker später wechseln?
Ja, ein Depotwechsel ist jederzeit möglich. Innerhalb Deutschlands ist der Übertrag deiner Wertpapiere in der Regel kostenlos. Dein neuer Broker stellt dir dafür ein Formular bereit, und die steuerlich relevanten Anschaffungsdaten werden mit übertragen. Bestehende Sparpläne musst du beim neuen Anbieter allerdings neu einrichten. Bruchstücke von Wertpapieren lassen sich häufig nicht übertragen und müssen vorher verkauft werden.
Gibt es den einen besten Online Broker für alle?
Nein. Der beste Online Broker hängt von deinem Profil ab: Sparplan-Anleger achten auf kostenlose Ausführungen, aktive Trader auf Flatrates und Börsenauswahl. Nutze die Profiltabelle oben als Startpunkt und vergleiche dann die konkreten Konditionen.




